Saturday, January 29, 2011

Klavierabend zum 150.Jubiläum der deutsch-japanischen Freundschaft

Heute möchte ich mein nächstes Konzert in Berlin ankündigen.

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Freundschaft zwischen Deutschland und Japan führe ich einen Klavierabend mit deutschen und japanischen Werken auf. Es ist mir eine große Ehre und Freude, wieder im Konzerthaus auftreten zu können. Für diese Gelegenheit habe ich berühmte und wichtige Komponisten beider Länder ausgewählt und ein besonderes Programm zusammengestellt. Jedes dieser Werke eröffnet sowohl einen tiefen Einblick in die unterschiedlichen Schönheiten der Musik beider Länder, als auch in die Seelen und Charaktere dieser Komponisten.


Konzertdetails:
Datum: Samstag, 12. Februar 2011, 20Uhr
Ort: Konzerthaus Berlin Kleiner Saal (Gendarmenmarkt, 10117 Berlin)
Programm :
Robert Schumann / Novelletten Op.21 Nr.1, 2, und 8
Ludwig van Beethoven / Sonate Nr.31 As-dur Op.110
Pause
Joji Yuasa (1929-) / Subliminal Hey J. (1990, Deutsche Uraufführung)
Toru Takemitsu (1930-1996) / For Away (1973)
Toshio Hosokawa (1955-) / Nacht Klänge (1968)
Mutsuo Shishido (1929-2007) / Suite pour le Clavier (1968)

Ticket : 20 Euro / 14 Euro, 10% Ermäßigung für Berechtigte
Tickets an allen bekannten VVK-Stellen,
unter www.konzerthaus.de und unter 030-203 09 21 01

Zum Programm:
Im Alter von 21 Jahren habe ich meine erste kommerzielle CD eingespielt - Schumanns „Novelletten“. Wie der Titel suggeriert, handelt es sich um "kleine Geschichten", mit denen Schumann seiner Geliebten Clara auf romantische Art und Weise vom Alltag erzählt.

Beethovens Sonate Op.110 ist meine Lieblings- und vielleicht seine schönste Klaviersonate. Während man im gesamten Verlauf des Werkes viele Aspekte der Menschlichkeit und Heiligkeit erlebt, nimmt uns das grandiose Finale mit in eine andere Dimension.

Yuasa war ein Kollege von Takemitsu im Kreis der japanischen Musikavantgarde Jikken-Kobo.
"Subliminal Hey J." wurde komponiert für das Aufnahmeprojekt der japanischen Pianistin Aki Takahashi. Sie ließ elf avantgardistische Komponistenfreunde - einschließlich Toru Takemitsu, John Cage, Frederic Rzewski - Beatleslieder aus dem Lennon-McCartney Songbook auf experimentelle Weise bearbeiten.
Yuasa hat das Lied "Hey Jude" ausgewählt und den Titel auf witzige Weise mit seinem eigenen Vornamen (Joji) kombiniert.

Takemitsu ist der berühmteste japanische Komponist des 20. Jahrhunderts. Er selbst hat Musik studiert und wurde durch viele verschiedene musikalische Stile beeinflusst, unter anderem Wiener Klassik, die französische Schule, japanische traditionelle Musik, Jazz und Filmmusik. "For Away" schrieb er kurz nach seiner Reise durch Indonesien, wo er zum ersten Mal die balinesische Gamelan-Musik gehört hatte. Von ihrer Schönheit und ihrem philosophischen Konzept war er sofort begeistert.

Der Name Hosokawa ist heutzutage in der Musikwelt so häufig anzutreffen, wie der Takemitsus, da er von wichtigen Festivals als Gast-Komponist eingeladen wird und Werke für erstklassige Musiker und Orchester schreibt. Seine Musik ist im Wesentlichen von japanischer traditioneller Kunst beeinflusst. Obwohl der Titel "Nacht Klänge" eine ruhige Musik erwarten lässt, erlebt man spannungsgeladene, ungewöhnliche Klänge, welche teilweise auf eine sehr extravagante Art und Weise im Korpus-Inneren des Flügels erzeugt werden, eingebettet in unerwartete, rhythmisch-freie Pausen.

Shishido hat in Paris mit Olivier Messiaen und André Jolivet studiert. Die "Suite pour le clavier" hat eine ungewöhnliche Struktur (Toccata-Adagio-Toccata II), aber zeigt so besonders eindringlich die japanische Seele, ihren Rhythmus und Virtuosität. Als ich dieses Werk bei meinem Debüt-Recital im Lincoln Center gespielt habe, beschrieb es die New York Times anschließend als "a real treat".

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie recht zahlreich an meinem Sonderkonzert in Berlin teilhaben!